Unsere Abfallbotschafter*innen Andrea und Paula waren mit den Schüler*innen der Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule (7. – 9. Klasse) für eine Müllsammelaktion an der Panke unterwegs. Mit Müllzangen und Handschuhen ging es dem Abfall in den Büschen an den Kragen. Für eine saubere Natur und einen schönen Kiez! Tolle Leistung von großartigen Kids, finden wir!  

Dies ist ein Blogartikel der Schülerin Maria (14 Jahre) zu diesem Projekttag. Vielen Dank Maria für Deine Eindrücke zu der Aktion. 

Was für ein Traum: Grüne Wiesen und klares Wasser. Stattdessen: Überall Müll! Neben der Parkbank oder im Gebüsch häufen sich Kippen, Tüten, Bier- und Schnapsflaschen. In Berlin findet man fast kein unverdrecktes Stückchen Grün mehr. Wie in den meisten Städten.  

Doch man kann etwas dagegen tun. Meine Klasse hat im August an unserem Projekttag zusammen mit dem BUND Berlin eine Aufräumaktion gestartet. Das Ziel war es, an der Panke Müll einzusammeln.  

Als Einstieg hatten wir mit Andrea und Paula einen kurzen Austausch zum Thema Müll und Zero Waste. Also, was wir darunter verstehen und wie wir uns eine Zero Waste-Stadt vorstellen. Auch was die Regierung für weniger Müll tun muss und was wir in unserem Alltag dazu beitragen können. Anschließend wurden wir auf die Menge an herumliegenden Zigaretten und die davon ausgehenden Gefahren für Natur, Tiere und Menschen aufmerksam gemacht. Wusstest Du, dass eine Zigarette bis zu 40 Liter Grundwasser verunreinigen kann?* Ich nicht.  

Danach verteilten Andrea und Paula die mitgebrachten Mehrweg-Handschuhe und Holzzangen an alle.** Schon ging es los mit dem Müllsammeln. Entgegen unseren Erwartungen haben wir uns dabei gar nicht so weit entlang des Wassers bewegt, sondern sind vor allem an einem Platz geblieben. Dort gab es auch mehr als genug zu tun: Wir haben beispielsweise Kronkorken, Getränkedosen, Plastikfetzen und einen ganzen Kinderwagen gefunden. Wir durften beim Ablauf der Aktion alles mitentscheiden, konnten viele Pausen machen und es gab auch kein festes Ziel, das wir unbedingt erreichen mussten.  

Am Ende des Tages haben wir mit unserer Aktion nicht nur eine kleine Grünanlage und ein kleines Uferstück etwas sauberer gemacht, sondern auch die vorbeigehenden Menschen dazu animiert, Müll in der Stadt mehr wahrzunehmen. Das Bewusstsein der Menschen für Müll und Verschmutzung der Umwelt muss sich ändern. Solche Aktionen in der Öffentlichkeit können dazu anregen. Ich denke das ist der größte Mehrwert dabei.  

 

* (https://www.rtl.de/cms/71-milliarden-zigarettenstummel-verseuchen-in- deutschland-jaehrlich-den-boden-4219633.html)  

** mit freundlicher Unterstützung der BSR Kehrenbürgeraktion ( kehrenbuerger.de )